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Allianz Global Assistance
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Reisen in der Schwangerschaft

Nach dem Honeymoon folgt der Babymoon! Bei diesem neuen Urlaubstrend möchten werdende Eltern, bevor ihr Nachwuchs das Licht der Welt erblickt, noch einmal gemeinsam verreisen und fernab des Alltags so richtig abschalten. Die Schwangerschaft ist eine aufregende Zeit: Man freut sich auf das erste gemeinsame Kind und trifft die letzten Vorbereitungen, damit alles perfekt ist, wenn das Baby dann endlich da ist. Da kann es schon mal drunter und drüber gehen! Der Babymoon ist für viele Paare eine tolle Gelegenheit, um sich zu entspannen und die Zeit zu zweit noch einmal richtig zu genießen.

 

Damit Sie Ihren Urlaub sorgenfrei antreten können, informieren Sie sich am besten vorab über wichtige Dinge, die Sie auf Reisen beachten sollten. Gemeinsam mit Dr. Matthias Felchner, unserem Experten aus dem Allianz Global Assistance Ärzte-Team haben wir hier die häufigsten Fragen von werdenden Müttern für Sie zusammengefasst und abgeklärt. Mit diesen wertvollen Tipps wird Ihre Reise garantiert unvergesslich!

Wann ist der beste Zeitpunkt, um in der Schwangerschaft zu reisen?

Der beste Zeitpunkt für einen Urlaub ist das zweite Trimester. In der Zeit zwischen der 13. und der 28. Schwangerschaftswoche haben die meisten Frauen die anfängliche Übelkeit und Müdigkeit bereits überwunden und fühlen sich fit genug, um eine Reise anzutreten.
 
Falls Sie gerne im ersten Schwangerschaftsdrittel verreisen möchten, sprechen Sie auf jeden Fall zuerst mit Ihrem Gynäkologen. Denn in dieser Zeit kann es bei großen, körperlichen Anstrengungen leicht zu Blutungen oder sogar einer Fehlgeburt kommen.

Auch während der letzten drei Schwangerschaftsmonate ist eine Reise grundsätzlich möglich. Bedenken Sie jedoch, dass Sie zu diesem Zeitpunkt schon sehr durch den größer werdenden Bauch eingeschränkt sind und das Risiko für eine Frühgeburt besteht. Wenn Sie Ihre Reise an Ihre veränderte Kondition anpassen und den Rat Ihres Arztes beachten, steht einem schönen Urlaub jedoch nichts im Wege!

Was sollen wir bei der Vorbereitung der Reise berücksichtigen?

Sprechen Sie vor Reiseantritt auf jeden Fall mit Ihrem Arzt und klären Sie Ihre Reisepläne mit ihm ab. Strukturieren Sie Ihre Reise schon im Vorfeld gut und bedenken Sie dabei, dass Sie vielleicht nicht alles unternehmen können, was Sie während Ihrer früheren Reisen getan haben. Gestalten Sie Ihren Reisestil dementsprechend und bedenken Sie, dass Sie eventuell schneller ermüden oder zwischendurch kleine Pausen brauchen werden – schließlich hat Ihr Körper jede Menge mit dem kleinen Wunder in Ihnen zu tun.


Ihren Mutter-Kind-Pass und eine auf Ihre Bedürfnisse abgestimmte Reiseapotheke sollten immer griffbereit sein. Da es an Ihrem Reiseziel unter Umständen schwierig werden kann, die richtigen Medikamente für Schwangere zu bekommen, sollten Sie eine einfache Reiseapotheke nach Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt für folgende Symptome zusammenstellen:

 

  • gegen Schmerzen und zur Fiebersenkung
  • gegen Durchfall und zur Rehydrierung, da bei hohem Flüssigkeitsverlust vorzeitige Wehen einsetzen können
  • gegen Sodbrennen
  • Zur Prophylaxe von Wadenkrämpfen und Kontraktionen der Gebärmutter

Erkundigen Sie sich außerdem über Ihren Versicherungsstatus und die medizinische Versorgung vor Ort. Mit einem Reiseversicherungsschutz der Allianz Global Assistance können Sie sich gegen alle Eventualitäten absichern.

 

Worauf sollen wir bei Zug- oder Autoreisen achten?

Wenn Ihr Reiseziel nicht allzu weit weg ist, dann können Sie das für Schwangere am besten geeignete Verkehrsmittel wählen: den Zug. Sie können sich während der Zugfahrt gut bewegen und so langes Sitzen vermeiden. Stressfaktoren wie Staus fallen weg und die Unfallgefahr ist relativ gering.

 

Eine Reise mit dem Auto ist zwar etwas anstrengender für Schwangere, jedoch ebenso bedenkenlos möglich. Wichtig ist hier das richtige Anschnallen: Der Dreipunktgurt muss über der Brust und unterhalb des Bauches entlang liegen. Denken Sie auch an regelmäßige Stopps, um sich die Beine zu vertreten – am besten alle 90 Minuten. Bei Unfällen, auch schon bei leichten Auffahrunfällen, müssen Schwangere sofort zur Kontrolle ins Krankenhaus, da die Gefahr einer Plazentaablösung besteht.

 

Und ganz gleich, ob Sie sich für den Zug oder das Auto entscheiden: Trinken Sie ausreichend! Es schützt Sie nicht nur vorm Dehydrieren, sondern bewahrt Sie auch vor geschwollenen Füßen und Knöcheln.

Können wir auch mit dem Flugzeug reisen?

Die meisten Fluggesellschaften erlauben, dass Mütter bis maximal vier Wochen vor dem errechneten Geburtstermin mitfliegen dürfen. Risikoschwangerschaften und Mehrlingsschwangerschaften sind davon ausgenommen. Allianz Global Assistance empfiehlt Ihnen eine Flugreise jedoch nur maximal bis zur 28. Schwangerschaftswoche.

 

Die Frage, ob die Strahlenbelastung und der Kabinendruck im Flugzeug bedenklich sind, wird zwar häufig diskutiert, doch diese Faktoren gelten weitgehend als unbedenklich. Achten Sie besonders bei Langstreckenflügen darauf, dass die Zeitumstellung und die lange Reisedauer für werdende Mütter viel belastender sind und gehen Sie es daher lieber langsamer an. Am besten sprechen Sie vor Reisebeginn noch einmal mit Ihrem Arzt und klären ab, ob eine Flugreise für Sie bedenkenlos möglich ist.

 

Was Sie außerdem auf jeden Fall bei der Planung Ihrer Flugreise bedenken sollten ist, dass es neben den Regelungen der Fluggesellschaften auch spezielle Einreisebestimmungen für Schwangere gibt: Ab einem bestimmten Schwangerschaftsmonat gewähren einige Länder Schwangeren die Einreise nicht mehr wie zum Beispiel die USA, da ein in den USA geborenes Kind automatisch die amerikanische Staatsbürgerschaft erhalten würde.

 

Hier finden Sie eine Übersicht mit den wichtigsten Punkten für eine angenehme Flugreise:

  • Erkundigen Sie sich noch vor der Buchung Ihres Flugs über die Beförderungsbedingungen der Fluggesellschaft und die Einreisebestimmungen des Reiselandes.
  • Informieren Sie sich über die medizinische Versorgung am Zielort.
  • Denken Sie an Ihre Reiseapotheke und vergessen Sie nicht Ihren Mutter-Kind-Pass immer dabei zu haben– am besten zusätzlich noch eine Kopie davon.
  • Trinken Sie während des Fluges ausreichend Wasser, um nicht zu dehydrieren – Flugreisen machen Sie dafür besonders anfällig.
  • Tragen Sie Kompressionsstrümpfe der Klasse 2, da Schwangere beim Fliegen einem höheren Thromboserisiko ausgesetzt sind.
  • Bitten Sie um einen Platz in der vordersten Reihe oder am Gang, damit Sie mehr Beinfreiheit haben.
  • Ziehen Sie lockere und bequeme Kleidung an.
  • Vermeiden Sie langes Sitzen: Stehen Sie immer wieder auf und gehen ein paar Schritte, vor allem bei Langstreckenflügen.
  • Verstauen Sie Ihr Handgepäck unbedingt in der Gepäckablage, damit es Ihre Beinfreiheit nicht einschränkt
  • Legen Sie Ihren Gurt weit unterhalb des Bauches an.
  • Schließen Sie eine Reiserücktritts- und eine Auslandskrankenversicherung ab, um vor Reisestornokosten und hohen Kosten im medizinischen Notfall geschützt zu sein. Zudem unterstützt Sie unser 24h-Notfallzentrale im Notfall mit wertvollen Informationen zu nächstgelegenen medizinischen Versorgung mit gewohnt hohem Niveau wie zu Hause.

 

Ist von Reisen in tropische Länder abzuraten?

Fernreisen während der Schwangerschaft sind zwar möglich, sie bergen jedoch größere Gefahren als Reisen innerhalb Europas und sollten daher eher vermieden werden. Vor allem das feuchte-heiße Klima und die starken Temperaturschwankungen belasten Schwangere noch viel mehr, da der Körper schon ohne erschwerte Bedingungen auch Hochtouren läuft, um die Körpertemperatur möglichst konstant zu halten.

 

Außerdem besteht in tropischen Ländern ein höheres Risiko, sich mit Krankheiten wie Malaria und Typhus zu infizieren. Meist folgen die hygienischen Bedingungen vor Ort geringeren Standards als in Europa. Hinzu kommen die große Hitze und der lange Flug. Grundsätzlich kann man sich an dieses Faustregel halten: Je näher der Geburtstermin rückt, desto näher sollte die Reisedestination am eigenen Zuhause sein.

 

Auch das Thema Impfen ist bei Schwangeren etwas knifflig. Generell sollten Reiseziele, die Impfungen vorschreiben von der Wunschliste gestrichen werden. Denn eigentlich sind Impfungen für Schwangere tabu. Doch es kann vorkommen, dass gewisse Impfungen doch nötig werden – dann gehen Mediziner mit dieser heiklen Situation folgendermaßen um: Nicht geimpft werden dürfen Lebendimpfstoffe gegen Gelbfieber, Masern, Mumps, Röteln und Varizellen. In Ausnahmen sind nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit die Impfungen gegen Cholera, FSME (aktiv), Hepatitis A (aktiv), Hepatitis B (aktiv), Influenza, Japanische Enzephalitis, Meningokokken-Meningitis, Pneumokokken, Tollwut und Typhus möglich. Unbedenklich sind hingegen die Impfungen gegen Tetanus, Diphterie (im zweiten und dritten Schwangerschaftsdrittel) und Polio.

 

Reisen in Malaria-Gebiete sollten Schwangere auf keinen Fall antreten, da diese Krankheit zu schweren Komplikationen wie Früh- und Fehlgeburten führen kann. Wollen Sie trotzdem in ein tropisches Land reisen, sollten Sie auf jeden Fall noch einmal ausführlich mit Ihrem Arzt sprechen und die Risiken abklären. Sollten Sie vor der Abreise, oder im Urlaubsland Fragen zur medizinischen Versorgung haben, können Sie uns natürlich jederzeit über die 24h-Notfallzentrale kontaktieren. Unser Expertenteam steht Ihnen jederzeit beratend zur Seite.

 

Wenn Sie all diese Tipps bedenken, kann der Babymoon mit Ihrem Liebsten beginnen. Wir wünschen eine schöne gemeinsame Zeit zu zweit!