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Reisemedizin

Fernreisen sind beliebt wie nie. Südostasien, Lateinamerika, die Karibik und Australien locken mit Traumstränden, beeindruckender Natur und Sonnenschein. Da in diesen Ländern die klimatischen Bedingungen anders als in Österreich sind, stellen sie jedoch auch andere Herausforderungen an unser Immunsystem. Zudem entsprechen die hygienischen Verhältnisse mancher Reiseländer nicht dem gewohnten Standard.

Befassen Sie sich daher vor Ihrer Reise mit wichtigen Fragen zu gesundheitlichen Risiken Ihres Reiselandes. Die Reisemedizin hilft Ihnen, Reisekrankheiten effektiv zu vermeiden. Damit Sie Ihre Reise perfekt vorbereiten und dann unbeschwert genießen können, haben wir Ihnen hilfreiche Informationen und Tipps zur Reisemedizin zusammengestellt.

Je nach Reiseland und dortiger medizinischer Versorgungslage empfiehlt es sich, Ihre Reiseapotheke um bestimmte Medikamente aufzustocken. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt zudem über möglicherweise notwendige Vorsorge-Medikamente. Folgende Medikamente und Mittel sollten Sie immer mit auf Reisen nehmen und dabei auch immer auf deren Wirkstoffe achten:
 
  • Mittel zur Wunddesinfektion
  • Durchfallmedikamente mit dem Wirkstoff Loperamid (zum Beispiel Imodium akut) bekämpfen die Symptome, nicht aber die Ursache. Sie eignen sich als vorübergehende Lösung beispielsweise vor längeren Busfahrten oder einem Ausflug.
  • Insektenschutzmittel (Mittel mit dem Wirkstoff DEET, Icaridin oder Para-Menthan-3,8-Diol schützen laut wissenschaftlicher Studien am besten). Bedenken Sie jedoch, dass Sie am jeweiligen Reiseziel häufig effektivere Insektensprays bekommen als zuhause, da deren Zusammensetzung besser auf die Stechmücken vor Ort abgestimmt ist. Eventuell hilft zudem ein Mückennetz für das Bett.
  • In von Malaria betroffene Länder nehmen Sie ein vom Arzt verschriebenes Notfall-Medikament und ein Fieberthermometer mit. Lassen Sie sich zudem beraten, ob Sie explizit eine Malaria-Prophylaxe benötigen – sprich, sich bereits vor Reisebeginn durch die Einnahme von Medikamenten immunisieren – oder Sie Mittel wie Malarone als Stand-by-Schutz mitführen, um den Parasiten nach der Infektion abzutöten. Bedenken Sie aber, dass Sie auch in diesem Fall schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen müssen, sollten im Urlaub Symptome wie Fieber auftreten. Malaria-Medikamente wie Malarone sind für Schwangere und Stillende übrigens nicht geeignet. Besprechen Sie daher mit Ihrem Arzt Ihren Malariaschutz.
  • Ein Breitbandantibiotikum, das Ihnen der Arzt verschreiben muss, wirkt gegen mehrere unterschiedliche Erreger. Eines mit dem Wirkstoff Amoxicillin beispielsweise gegen Magen-Darm-Infektionen, Lungen- und Mandelentzündungen, Mittelohr- und Nasennebenhöhlenentzündungen oder Blutvergiftungen. Nehmen Sie es im Krankheitsfall aber nicht einfach ein, sondern besprechen Sie sich auch auf Reisen zunächst mit einem Arzt. Gerade Schwangere und Stillende nehmen Antibiotika nicht ohne ausdrückliche Empfehlung eines Mediziners ein.
  • Für Ihr Baby oder Kleinkind benötigen Sie spezielle Nasentropfen, da sie den Wirkstoff in Erwachsenensprays nicht vertragen.
  • In Regionen, die medizinisch unterversorgt sind, empfehlen wir, Einmalhandschuhe, Spritzen und Kanülen mitzunehmen.
  • Auch ein Mittel gegen die ungefährliche, aber unangenehme Reisekrankheit sollte nicht fehlen, damit Ihnen während der Anreise Übelkeit und Unwohlsein nicht zu schaffen machen. Beispielsweise Mittel mit dem Wirkstoff Diphenhydramin, der Erbrechen entgegenwirkt, allerdings müde macht. Für Kinder gibt es spezielle Zäpfchen.